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Die Leber. Ist die Energiezentrale des Körpers.

DIE LEBER.

Das unterschätzte Organ

Unsere Kraftzentrale im Oberbauch hat viel zu tun, aber sie kann sich mit ein wenig Hilfe gut regenerieren. Warum es sich lohnt, der Leber mehr Aufmerksamkeit zu schenken.
Die Leber? Ach, hier geht es um Alkohol?<< So reagieren viele Menschen, wenn dit größte Drüse des Körpers im Fokus steht. Dabei geht es in Wirklichkeit um viel mehr. Alkohol ist nur ein Stoff, der dem Organ zusetzt. Aufklärung zur Lebergesundheit ist für jeden wichtig, sagt Simone Widhalm, Medizinerin und Initiatorin der Kampagne »Leber heißt Leben<< (www.organicpowerdrink.com/shop). >>Viele Menschen gehen offen- bar davon aus, dass die Leber vor allem dazu da ist, Alkohol abzubauen. Geht es um Lebergesundheit, hört derjenige, der ein schlechtes Gewissen wegen des ein oder anderen Gläschens zu viel hat, sowie- so lieber weg«, so die Expertin.
Der Schlüssel zum Wohlbefinden
Was meist nicht bewusst ist – die größte Drüse des Körpers ist für viele seiner
Funktionen wesentlich mitverantwortlich. Darunter auch das allgemeine Wohlbefinden sowie die körperliche geistige Leistungsfähigkeit. Rund 500 verschiedene Stoffwechselvorgänge starten gieichzeitig in der Leber. In den Zellen werden Eiweiße wie Blutplasmaproteine und Gerinnungsfaktoren, aber auch Gallensäuren und Cholesterin hergestellt. Vitamine, Eisen und Glykogen, die Speicherform der Kohlenhydrate, werden auf Vorrat deponiert. Neben den Nieren ist die Leber das wichtigste Ausscheidungsorgan. Cholesterin, Gallensäuren, aber auch Medikamente und Gifte werden verstoffwechselt. Und sogar an der Immunabwehr ist das 1,5 Kilogramm schwere Organ beteiligt. >>Abgesehen davon, dass die Leber als Kraftwerk unseres Körpers beim Stoffwechsel eine zentrale Rolle spielt, gibt es auch eine Verbindung zu Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen«, erklärt Simone Widhalm.
>>Wer eine Fettleber hat, entwickelt deutlich häufiger einen lyp-2-Diabetes. Wird aus einer Fettleber eine Fettleberhepatitis, also ein Entzündung, erhöht sich gleichzeitig das
und Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.«
 Nicht umsonst laute ein Leitsatz der Pathologen: »Erst die Leber, dann das Herz.« Meist arbeitet unsere Stoffwechselzentrale still vor sich hin und wächst im wahrsten Sinne des Wortes mit ihren Aufgaben. Zwar gibt es körperliche Signale, die auf eine Belastung hindeuten können. »Typische Symptome sind leider auch untypisch«, sagt die Expertin, »Hinweise können aber ein Druckgefühl im rechten Oberbauch, Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, häufige Gereiztheit oder schlechte Laune sein. Der Volksmund spricht von >der Laus, die einem über die Leber gelaufen ist<.<< Auch Schlafprobleme, Schwindel, Schwäche, Blutungen. Hautausschläge, Durchfall, Übelkeit,
Gelenk- oder Muskelbeschwerden, Haar- ausfall oder Juckreiz gehören zum Potpourri der möglichen Beschwerden.
Volksleiden Fettleber
Rund ein Drittel der Erwachsenen in Deutschland hat eine durch Fetteinlagerung vergrößerte Leber und die Zahl nimmt stetig zu. Auch bereits jedes dritte übergewichtige Kind leidet an dieser Krankheit, die in drei Stufen verläuft. Im ersten Stadium handelt es sich um eine reine Fettleber ohne entzündliche Reaktionen. In der zweiten Stufe, die jeder zweite Betroffene durchläuft zeigt die Leber bereits entzündliche Reaktionen. In der dritten, die noch circa zehn P1ozent der Fälle umfasst, entwickelt sich aus der Hepatitis über eine Leberfibrose (Umbau der Leber) eine Leberzirrhose (Schrumpfleber). Auch Krebstumore der Leberzellen gehören zu den möglichen Folgeerkrankungen.
Eine schlechte Ernährung und ein allgemein ungesunder Lebensstil setzen dem Organ heute mehr denn je zu.
Die Diagnose einer nicht alkoholischen Fettleberhepatitis (NASH) ist mittlerweile die häufigste chronische Lebererkrankung in Europa und den USA. Die Ursachen: vor allem Bewegungsmangel sowie eine sehr zucker- und fettreiche Ernährung. Besonders Fruchtzucker wirkt sich ungünstig auf den Stoffwechsel aus. Fruktose wird zu etwa 90 Prozent von der Leber herausgezogen und unter hohem Energieverbrauch verstoffwechselt. In höherer Dosis ist sie ein unmittelbarer Stimulator der Fettsynthese in der Leber, dies bestätigen epidemiologische Studien. Bei Kindern konnte sogar
gezeigt werden, dass die kurzfristige Einschränkung der FruktoseaufnaJune zu einer raschen Verbesserung der Fettleber führte. Und das ist die positive Nachricht: Eine Fettleber, sogar eine FetUeberhepatitis, kann sich zurückbilden -vorausgesetzt,
Betroffene ändern ihren Lebensstil. ,,Übergewicht vermeiden, sich ausgewogen ernähren und regelmäßig bewegen, das sind die wichtigsten Punkte, die zu einem lebergesunden Lebensstil gehören«, sagt Simone Widhalm, >>und natürlich: Alkohol nur in Maßen genießen.«
Entlasten. entgiften, stärken
Bei einer Fettleber geht inan davon aus, dass oft schon eine Gewichtsreduktion von nur fünf Kilogramm hilft, die Leber zu ent-fetten und ihre Funktion zu normalisieren.
Doch eine allzu harte Diät birgt auch Risiken. »Abnehmen ist bei Übergewicht . ratsam«, sagt Simone Widhalm, »doch dabei gibt es einiges zu beachten, z. B. ob…

DIE  LEBER IST DIE ENERGIEZENTRALE DES KÖRPERS.

 6 Goldene Regeln für eine gesunde Leber

1 Auf vollwertige VITALKOST setzenWeniger Kohlenhydrate und gesättigte Fette auf dem Speiseplan sowie Pausen zwischen den Mahlzeiten entlasten den Körper.

2 Zugesetzte Fruktose meiden Fruktose, z.B. in Softdrinks, Fertiggerichten und Süßigkeiten, schadet der Leber, indem sie die Fettproduktion erhöht und Sättigungshormone blockiert.

3 Körperlich aktiv werden Die Leber will bewegt werden. Empfohlen werden 150 Minuten körperliche Aktivität pro Woche.

4 Check-up nutzen Anhand einer Blutprobe lässt sich eine Belastung des Organs bestimmen. Weil Lebererkrankungen zunehmen, raten Ärzte zu jährlichen Tests für alle über 35 Jahren.
5 Giften aus dem Wege gehen Alkoholkonsum und Medikamente wenn möglich reduzieren. Aber auch auf Umwelt-, Pflanzen- und Pilzgifte sollte man achtgeben.
6 Von Pflanzenkraft profitieren Auf bitterstoffreiche Gemüse und Kräuter setzen. Heilpflanzen und Gewürze können der Leber beim Regenerieren helfen.
 … mögliche Leber- oder Grunderkrankungen vorliegen. Die überflüssigen Fettdepots, die bei einer Diät abgebaut werden, müssen schließlich auch von der Leber verstoffwechselt werden. So könne auch das an sich gesunde Fasten das Organ belasten, Fasten ist nicht gleich Fasten, so die Expertin.
Bei einer Kur mit sehr niedriger Kalorienzufuhr wie dem Heilfasten wird oft ein Wickel gemacht, um die Leber zu durchbluten und zu entlasten. Zum intermittierenden oder Intervallfasten haben Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums und des Uni- Klinikums Heidelberg mit der HELENA-Studie, der bislang größten Untersuchung zum lntervallfasten, spannende Daten publiziert.
Demnach sei es zum Abnehmen und zur Förderung der Gesundheit nicht besser als andere Diäten. Beim Intervallfasten lernt man nicht unbedingt, gesünder zu essen. Aber genau darauf kommt es ja langfristig an, so Widhalm. Ihre Empfehlung lautet: Wer abnehmen möchte, sollte Im Zweifel seinen Hausarzt fragen, was es individuell zu beachten gibt. Ob man Risikofaktoren für eine Lebererkrankung hat, lässt sich übrigens gut prüfen, sagt Widhalm. Die Patientenorganisation Deutsche Leberhilfe e.V. bietet einen anonymen Test.« Diesen gibt es unter wechselt  www.lebertest.de. Das Ergebnis wird dann durch Empfehlungen für einen gesunden Lebensstil, Therapiemöglichkeiten oder Beratungsangebote ergänzt.
Leber gesund essen
GesundeErnährung ist übrigens eine der wichtigsten Soforthilfen für die Leber. Gesüßte Getränke, viele gesättigte Fette, Weißmehl- und zuckerreiche Produkte gilt es eher zu meiden. Reichlich dürfen dagegen Gemüse, Hülsenfrüchte und Vollkorngetreide wie z.B. Hafer auf den Speiseplan. Sie liefern komplexe Kohlenhydrate und viele Ballaststoffe. Auch Fette sind wichtig. Einfach ungesättigte Pflanzenöle aus Oliven oder Raps erhöhen das gute HOL-Cholesterin im Körper. Omega-3- Fettsäuren, z.B. aus Leinsamen, Algen oder Walnüssen, wirken antientzündlich und verbessern die Insulinempfindlichkeit des Körpers. Ein weiterer Faktor bei der Entstehung einer Fettlebererkrankung ist oxidativer Stress. Mit bioaktiven Pflanzenstoffen aus Obst, Gemüse, Kräutern , Salaten und Gewürzen kann man ihm entgegenwirken.
Pflanzenstoffe und Heilanwendungen für eine gesunde Leber
Der naturheilkundliche Ansatz liegt vor allem in der Unterstützung des Leberstoffwechsels, beispielsweise durch heilsame Anwendungen und Pflanzenstoffe. Es gilt, den Gallenfluss anzuregen und die Verdauung zu fördern, denn Leber und Darm stehen in einem engen Zusammenhang. Gemüse und Kräuter liefern eine große Bandbreite an sekundären Pflanzenstoffen wie z.B. den Bitterstoffen. Diese fördern die Produktion der Verdauungssäfte bereits über den Ceschmackssinn. Pflanzenstoffe, z.B. aus der Artischocke, können die Leber· tätigkeit unterstützen (siehe Seite 20). Da sich die Leber zudem gut durch Wärme und Ruhe unterstützen lässt, sind Leber- wickel eine lohnende Maßnahme. Die kleine Entspannungseinheit tut übrigens auch der Seele gut. Sie werden sehen, Wellness für die Leber macht nebenbei auch noch schön – und zwar von innen heraus.

5 Einfache Schritte zum wärmenden Leberwickel

1 Wärmequellen vorbereiten Eine Wärmeflasche oder ein warmes Moor- oder Dinkelkissen vorbereiten
2 Baumwolltuch befeuchten rEin Mull- oder auch ein Handtuch in rund 1/2 Liter warmes Wasser eintauchen, gut durchfeuchten und stramm auswringen. Tipp: Ein basisches Körperpflegesalz oder ein Kräuterzusatz im Wasser wirken unterstützend

3 Wärmequelle platzieren Das Tuch auf dem Oberbauch platzieren, Wärmequelle auflegen. Sie sollte angenehm warm und nicht zu heiss sein.

4 Den Leib umwickeln Nun kann ein weiteres Handtuch oder ein Leinentuch um den Leib gewickelt werden.
5 Entspannen Auf dem Rücken liegend lässt man den Wickel etwa 15 bis 20 Minuten entspannt wirken.
(Achtung: Anregende Wickel nicht während der Schwangerschaft, einer Magen-Darm-Entzügung oder der Menstruation anwenden.
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